Cannabis ETF 2019

Profitieren vom Cannabis-Boom: ETF oder Aktien?

Die Cannabis-Branche boomt nun schon eine Weile und doch hat der Goldrausch gerade erst begonnen. Aufgrund ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten ist das Potential der grünen Pflanze enorm. Doch wie können Anleger davon am besten profitieren? Ist ein Cannabis ETF 2019 eine sinnvolle Möglichkeit – oder ist die klassische Einzellaktie doch die bessere Wahl? 

Die Neuentdeckung einer uralten Nutzpflanze 

Durch die zunehmenden Legalisierungen in mehreren Staaten der USA sowie in Kanada und auch vereinzelt in europäischen Ländern erlebt die uralte Hanfpflanze eine ganz neue Blütezeit. Seit Jahrtausenden begleitet diese Pflanze bereits die Menschheit in Form von Rauschmittel, Heil- und Nutzpflanze. Die Anwendungsmöglichkeiten der Hanfpflanze sind äußerst vielfältig, weshalb eine Legalisierung das Erschließen eines riesigen neuen Marktes ermöglicht. Da die Legalisierungswelle noch ganz am Anfang steht, gibt es hier für Anleger große Chancen, von einem enormen Wachstum zu profitieren. 

Bereits jetzt mehrere Anlegemöglichkeiten mit

Potentielle Anleger, die von den Wachstumsmöglichkeiten der relativ jungen Cannabis-Branche profitieren wollen, haben bereits jetzt mehrere Möglichkeiten dazu. Zu den Einzelaktien von führenden oder aufstrebenden Unternehmen der Branche kommen schon jetzt Indexfonds für die ganze Cannabis-Branche. Es gibt sogar mehrere konkurrierende Cannabis ETFs mit unterschiedlichen Gewichtungen. 

Cannabis ETFs mit verschiedenen Strategien 

Einer der ersten und größten Indexfonds stellt der ETFMG Alternative Harvest dar, der zusätzlich zu den größten Cannabisproduzenten Kanadas auch in große Tabakkonzerne wie Philip Morris investiert – und somit auch für eine etwaige Übernahme der jungen Unternehmen durch die großen Tabakkonzerne gewappnet ist. Der Horizons Emerging Growers ETF hingegen investiert ausschließlich in die Erzeuger, wobei sie auch kleinere Produzenten dabei haben und somit von deren potentiellem Wachstum profitieren können. Ein klassischer Indexfonds ist der Horizons Marihunana Life Sciences ETF: Er beinhaltet nur die größten Unternehmen der Branche. Allerdings machen bereits die vier größten Unternehmen knapp 50 Prozent des Portfolios aus, sodass hier ein gewisses Ausfallrisiko besteht. 

Deutsche Cannabis ETF s

Der erste Cannabis Indexfond in Deutschland, der Cannabis Total Opportunity Index, ist noch gegen Ende 2018 gestartet. Er beinhaltet die 20 größten Unternehmen der Cannabis-Branche, zumeist aus Kanada oder den USA. Mit dem WS-HC Hanfindustrie Aktien Global EUR gibt es außerdem auch den ersten deutschen Cannabis ETF, der sich auf Nutz- und Industriehanf konzentriert. 

ETF oder Einzelaktie: Investieren in Cannabis 2019

Wie generell gilt auch in der Cannabis-Branche, dass ETFs im Vergleich zur Einzelaktie zwar risikoärmer sind, dafür aber auch weniger rasche und große Gewinnmöglichkeiten bieten. Der Risikofaktor wird allerdings noch dadurch verstärkt, dass die Branche sich gerade erst entwickelt. Es gibt praktisch noch keine Unternehmen, die sich wirklich langfristig auf dem Markt behauptet haben. Die Investitionen sind zudem bereits jetzt enorm und übersteigen den tatsächlichen Umsatz auch bei den großen Cannabis-Unternehmen teilweise bei weitem. Deswegen ist es umso mehr geboten, vorsichtig zu investieren und einen umfassenderen ETF zu wählen. Andererseits bietet das Investieren in Einzelaktien hier für besonders Risikofreudige, die auch den Verlust ihres eingesetzten Kapitals verkraften können, noch viel größere Gewinnmöglichkeiten. Das hängt also von der individuellen Risikobereitschaft ab. Für die meisten Anleger dürften sich die ETFs, gerade bei solch einem jungen Markt, der als Ganzes großes Potential hat, wohl eher auszahlen.

Risiko und Wachstum – ein ambivalenter Ausblick 

Es herrscht kaum Zweifel daran, dass die Cannabis-Branche insgesamt riesige Wachstumsmöglichkeiten hat. Der noch zu erschließende Markt ist, angesichts der vielen Länder, in denen eine Legalisierung noch aussteht, enorm. Der Trend zur Legalisierung ist jedenfalls eindeutig und erschließt auch innerhalb Europas und auch speziell Deutschlands nach und nach mehrere Felder vom medizinischen Gebrauch über den industriellen Einsatz bis hin zum Konsum. Generell sind hohe Wachstumsraten also sehr wahrscheinlich und der Boom steht erst ganz am Anfang. Doch gerade deshalb gibt es derzeit auch einige Risiken. Die Branche entwickelt sich gerade erst und es ist noch nicht klar, wie etwa die Tabakindustrie darauf reagieren wird. Außerdem erschwert die nach wie vor in vielen Staaten herrschende Prohibition das Geschäft und es kann zu Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Banken kommen. Dennoch steht eines außer Frage: Der Cannabis-Boom hat gerade erst begonnen.

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