Cannabis kann die US-Wirtschaft deutlich voranbringen

Die schwächelnde Wirtschaft in den USA könnte ausgerechnet durch Cannabis einen unerwarteten Boom erleben. Denn die Legalisierung nicht nur des Konsums, sondern auch des Verkaufs und Anbaus der Pflanze, die zum 1. Januar 2018 im Bundesstaat Kalifornien durchgesetzt wurde, bringt einiges in Schwung. Präsident Trump ist zwar nicht begeistert – aber die kalifornische Idee könnte Anhänger auch in anderen Ländern der Welt finden. Denn insbesondere das Argument, dass damit ein Wirtschaftsboom einhergeht, lässt sich nicht von der Hand weisen. 

Plötzlicher Wandel in Kalifornien

In Kalifornien sieht seit dem Jahreswechsel einiges anders aus als zuvor. Viele Einwohner des US-Staates mit der größten Bevölkerungsdichte sind begeistert von den Neuerungen. Denn Personen ab 21 Jahren ist es nun erlaubt, Cannabis-Produkte zu besitzen, anzubauen, zu verkaufen und natürlich auch zu konsumieren. Vor den offiziellen Verkaufsstellen bildeten sich bereits am frühen Morgen des 1. Januars 2018 deutliche Schlangen, in die sich vor allem Verbraucher einreihten. Mittlerweile florieren aber auch viele Geschäftsideen rund um die Hanfpflanze. Das war zwar schon vor der Legalisierung so – schließlich schätzte man den Umsatz auf dem Schwarzmarkt in Kalifornien auf fast 6 Milliarden Dollar jährlich –, jedoch können Unternehmer in dem Bundesstaat jetzt ganz frei und sorglos ihren Geschäften nachgehen. Schließlich kann Hanf nicht nur geraucht werden, sondern es lassen sich daraus auch viele innovative Produkte herstellen. Neben schon immer Cannabis-Begeisterten, die aufgrund ihrer Geschäftsideen vormals bereits im Gefängnis saßen, gibt es nun auch immer mehr Neulinge, die von den Änderungen in dem Bundesstaat profitieren wollen. Für medizinische Zwecke war der Handel mit Hanf übrigens dort zuvor schon erlaubt gewesen (was jährlich etwa zwei Milliarden Dollar in die Kassen spült). Dies ist auch in 28 anderen US-Bundesstaaten der Fall. 

Selbst Mike Tyson ist mit von der Partie

Kalifornien betrifft der Wirtschaftsboom durch Cannabis nicht zuletzt aufgrund seiner Größe besonders. Denn über 40 Millionen Menschen leben dort und es gibt über 2500 offizielle Cannabis-Verkaufsstellen. Immer mehr angehende Geschäftsleute versuchen ihr Glück mit dem Anbau von Cannabis und dem anschließenden Verkauf. Auch der ehemalige Boxweltmeister Mike Tyson hat sich dem Thema zugewandt. Auf seiner Ranch, nicht weit vom Death Valley Nationalpark, möchte er die einst berüchtigte Pflanze in großer Menge anbauen. Aber nicht nur das – er plant auch ein angegliedertes Schulungszentrum für künftige Cannabis-Landwirte sowie eine Unterkunft für seine Helfer bei der Ernte. All dies zeigt, dass durch die Legalisierung viele Arbeitsplätze entstehen können und somit ein florierender Wirtschaftszweig. Unternehmensberatungen gehen in den nächsten Jahren von 100.000 neuen Arbeitsplätzen in diesem Bereich aus – und das alleine in Kalifornien. Auch in den Bundesstaaten Nevada, Alaska, Colorado, Oregon und Washington ist Cannabis teilweise legalisiert. Aufgrund des fast sicheren Wirtschaftsbooms kann kaum jemand mehr etwas gegen die neuen Regelungen sagen. Denn auch die Steuereinnahmen sprechen für sich, da der Hanfverkauf in Kalifornien mit 15% besteuert wird. Mit einer Milliarde Dollar, von der der Fiskus profitiert, wird in diesem Jahr ausgegangen.

Was die Politik zu der Legalisierung von Cannabis sagt

Nicht nur die Wirtschaft hat ihre Vorteile durch die Cannabis-Legalisierung. Auch für die Polizei und Justizbehörden wirkt sie sich positiv aus, denn das zeitintensive Herumschlagen mit geringfügigen Delikten ist vorbei. Auch in Deutschland geht die Politik nun immer mehr in Richtung Legalisierung. Dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump sind die Änderungen jedoch ein Dorn im Auge. Er möchte wieder ein Verbot der ungewohnt florierenden Hanf-Produkte durchsetzen. Somit ist noch nicht das letzte Wort in dieser Angelegenheit gesprochen. Auch für die Inhaber von Cannabis-Verkaufsstellen sind noch nicht alle Probleme gelöst. Denn da die Legalisierung noch nicht die gesamten USA und alle damit verbundenen Details betrifft, bereiten die Banken Schwierigkeiten. So müssen viele finanzielle Abwicklungen noch immer mit Bargeld getätigt werden, was natürlich ein hohes Sicherheitsrisiko ist. 

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