Die besten Cannabis-Aktien 2019 – Investieren in Marihuana

Wer mit Haschisch und Marihuana eine ordentliche Rendite erwirtschaften will, der muss dazu nicht dealen – zumindest nicht auf der Straße. Alles, was dafür notwendig ist, ist ein Depotkonto und ausreichende Branchenkenntnisse. In diesem Beitrag verschaffen wir Ihnen deshalb einen kurzen Überblick über die Marktsituation. Zudem stellen wir Ihnen die vielversprechendsten Cannabis Aktien vor. 

Marktüberblick

Seit 2017 Marihuana Aktien erstmals in großem Stil emittiert wurden, herrscht in der Branche Goldgräberstimmung. Das spiegelt sich auch in den stark schwankenden Aktienkursen wieder. Der Global Cannabis Stock Index, der die an der Börse gehandelten Cannabis-Aktien repräsentiert, hat sich im letzten Quartal 2017 verdreifacht, nur um sich zu Beginn des Jahres 2018 wieder zu halbieren. Ende 2018 hat der Index dann wieder gut 30 Prozent zugelegt. Die starken Schwankungen sind nicht ungewöhnlich für eine junge Industrie, die für Spekulanten besonders attraktiv ist. Mittlerweile hat die Branche sogar ihren ersten Insider-Skandal.

Die kanadische Aphira Inc., die mit Kursgewinnen von 180 Prozent in der Spitze ins Jahr 2018startete, deren Aktien zuletzt aber stark unter Druck geraten sind, hat wohl mit faulen M&A-Transaktionen zu kämpfen. Ersten Zeitungsberichten zufolge haben Führungskräfte des Unternehmens in kleinere Cannabis-Gesellschaften investiert, die dann von Aphira zu völlig überzogenen Preise übernommen worden sind. So ein Verhalten wird durch die Börse böse abgestraft. Ob diese Aktivitäten auch strafrechtliche Konsequenzen für das Management nach sich ziehen, bleibt abzuwarten. 

Einen Spitzenstart legten aber auch zwei andere kanadische Unternehmen, Aurora Cannabis Inc. und der Marktführer Canopy Growth Inc. an den Tag. Die Kurse beiden Unternehmen stiegen im letzten Jahr kurzzeitig um 200 bzw. 330 Prozent, mittlerweile hat sich der Run aber wieder abgekühlt. Trotzdem sind bei Unternehmen interessante Kandidaten für Anleger, die 2019 in Cannabis investieren wollen. 

Die wichtigsten Großinvestoren der Cannabis Aktien

Dass Cannabis Aktien boomen liegt auch daran, dass mit einem verstärkten Einsteig von Großinvestoren in die Branche gerechnet wird. Einige Schwergewichte tummeln sich auch schon auf dem Markt. Besonders den Getränkeherstellern hat es die Cannabis Branche angetan.

Für Aufsehen sorgte das milliardenschwere Investment, mit dem Constellation Brands seine Beteiligung an Canopy Groth von 10 auf knapp 40 Prozent aufstockte. Zu dem US-Unternehmen Constellation Brands, das jährlich etwa 6 Milliarden Dollar umsetzt, gehört unter anderem die bekannte Biersorte Corona. Auch Diageo, das britische Unternehmen mit Sitz in London ist der weltweit größte Hersteller von hochprozentigem Alkohol und besitzt die Rechte an den Marken Johnnie Walker und Smirnoff, hat 2018 in Cannabis investiert. Genau so wie die Großbrauereien Molson Coors und Heineken. Der Trend macht selbst vor der wichtigsten Getränkemarke auf dem Globus nicht halt. Coca Cola hat bisher zwar kein Geld in den Cannabis-Anbau gesteckt, das Unternehmen gab aber bekannt, dass es beabsichtigt, cannabidiolhaltige Getränke auf den Markt zu bringen. Da CBD beruhigend wirkt wäre das dann wohl der Kontrapunkt zu den aufputschenden koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken des Konzerns. 

Neben den Getränkeherstellern hat auch die von Verboten geplagte Tabakindustrie Interesse an Cannabis angemeldet. Vorreiterin ist Altria, die auf dem Zigarettenmarkt mit der Marke Marlboro führend ist. Der Boom der Cannabis Aktien im Jahr 2018 war auch auf den Einstieg von Altria beim Cannabis-Hersteller Cronos zurückzuführen. Altria hat sich die 45 Prozent an Cronos immerhin 2,4 Milliarden Kanadische Dollar (1,6 Milliarden Euro) kosten lassen. Der Marktwert von Cronos ist so kurzfristig auf 5 Milliarden Kandische Dollar gestiegen. Der Deal hat auch die Kurse vieler anderer Cannabis Aktien beflügelt, was sich noch zu Beginn des Jahres 2019 bemerkbar machte. 

Entwicklung der Marktparameter

Kanada hat 2018 als erster G7-Staat den Cannabis-Konsum nahezu vollständig legalisiert. Dem entsprechend ist das nordamerikanische Land derzeit auch das Eldorado der Branche. Nirgendwo gibt es mehr börsennotierte Cannabis-Hersteller.

Die Nummer zwei ist der südliche Nachbar USA. Drogenpolitik ist hier aber Sache der Bundesstaaten, weshalb sich in den USA noch ein bunter Flickenteppich zeigt. Nach Nevada und Vermont hat 2018 aber der bevölkerungsreichste Bundesstaat Kalifornien seine Gesetze geändert und den Konsum von Marihuana legalisiert. Seit 2019 ist der Genuss von Cannabis in 9 Bundesstaaten erlaubt. Da die Legalisierung von breiten Bevölkerungsgruppen mitgetragen wird, schätzt die Branche, dass bis 2020 wenigsten doppelt so viele Staaten den Konsum von Cannabis-Produkten gestatten werden. Das gilt umso mehr, als die sprudelnden Steuereinnahmen auch den Widerstand konservativer Politiker schmelzen lassen. Der US-Markt wird dann auf etwa 100 Millionen potentielle Konsumenten anwachsen. Der Umsatz mit Marihuana und anderen Cannabis-Produkten könnte von derzeit etwa 11 Milliarden auf 40 Milliarden US-Dollar ansteigen. Das Wachstumspotential des US-Marktes ist also enorm. 

In Deutschland sieht es vergleichsweise düster aus. Eine Freigabe von Cannabis-Produkten für Erwachsene findet zwar auch hier eine Mehrheit in der Bevölkerung, die Politik jedoch tut sich mit der Liberalisierung weicher Drogen schwer. Die gerichtlich erzwungene Verfügbarkeit von medizinischem Cannabis für Schwerkranke wird wohl auf absehbare Zeit die Grenze des Erlaubten darstellen. Heimische Cannabis-Fans können aber dennoch vor der Haustür investieren, da der deutsche Finanzmarkt für kanadische Unternehmen sehr attraktiv ist. Nahezu alle interessanten Wertpapiere werden auch an deutschen Börsenplätzen gehandelt. Dazu zählt nicht nur in Frankfurt am Main, sondern auch das beschaulichen Stuttgart. 

Diese Cannabis Aktien sollten Sie kennen

Canaopy Growth

Canopy Growth ist das nach Marktkapitalisierung, die Anfang 2019 etwa 14 Milliarden Euro betrug, größte Cannabis-Unternehmen weltweit. Die Aktien werden an allen relevanten deutschen Börsenplätzen gehandelt. Der Kurs, der lange bei 20 Euro dümpelte, hat sich zwischenzeitlich bei 40 Euro eingependelt. Der massive Anstieg ist im Wesentlich auf den schon erwähnten Einstieg von Constellation Brands zurückzuführen, die etwa 4 Milliarden US-Dollar investierten. Sollte Constellation Brands seine Anteile nochmals aufstocken ist, zumindest kurzfristig, erneut mit einem Kurssprung zu rechnen. Auch ohne einen solchen Sondereffekt prophezeien die Analystem dem Unternehmen für 2019 aber steigende Kurse. Das Investment in die Aktien wird als mittleres Risiko eingestuft. 

Aurora Cannabis

Die Aurora Cannabis, mit Sitz in Edmonton in der kanadischen Provinz Alberta, ist mit einer Marktkapitalisierung von gut 6 Milliarden Euro deutlich kleiner als der Marktführer. Die Cannabis-Produzentin, die über acht lizenzierte Produktionsstätten und Betriebe in 18 Ländern verfügt, gilt aber dennoch als Geheimtipp. Der Kurs ist im Vergleich zum Vorjahr zwar um etwa 50 Prozent eingebrochen, das ist aber ein guter Zeitpunkt, um einzusteigen. Derzeit kosten die Aktien sechs Euro, dem Unternehmen wird aber zugetraut, den Vorjahreskurs von 12 Euro wieder zu erreichen, wenn auch nicht zwangsläufig bereits im Jahr 2019. Wer aber mittelfristig plant, könnte mit der Aktie gut bedient sein. Das gilt vor allem dann, wenn an den Gerüchten, dass Coca Cola an dem Unternehmen interessiert ist, etwas dran ist.Wer bereits ist, etwas zu riskieren und im Erstfall einen langen Atem hat, könnte mit dieser Aktie ein Schnäppchen machen. 

Aphira

Die dritte Kanadierin im Bunde ist die Aphira aus ‎Leamington, Ontario‎. Das Unternehmen, das sich ausschließlich auf die Geschäfte mit medizinischem Cannabis konzentriert, hat eine Marktkapitalisierung von derzeit gut 2 Milliarden Euro. Die Fokussierung auf medizinisches Cannabis macht den deutschen Markt für das Unternehmen interessant. Um sich hier strategisch klug zu positionieren, hat das kanadische Unternehmen zwischenzeitlich die rheinland-pfälzische CC Pharma GmbH, eine Importeurin von pharmazeutischen Produkten, übernommen. Die Alphira ist erstklassig ins Börsenjahr 2019 gestartet und konnte innerhalb der ersten vier Wochen des Jahres einen Kursanstieg von gut 33 Prozent verzeichnen. Experten trauen dem Unternehmen noch mehr zu, sie qualifizieren ein Investment aber dennoch als hochriskant. In der Vergangenheit waren extrem starke Kursschwankungen für das Unternehmen typisch. Im Portfolio risikofreudiger Anleger, die einen Kurseinbruch zur Not aussitzen können, ist die Aktie am richtigen Platz. 

Tilray

Stark nachgelassen hat der Pharma- und Cannabiskonzern Tilray, einer der Shooting-Stars aus dem letzten Jahr. Als der Hanfproduzent, der selbstverständlich auch aus Kanada stammt, aber bereits über eine europäische Zwischenholding mit Sitz in London verfügt, an die Börse ging, kletterten die Kurse innerhalb kürzester Zeit von 25 auf 300 Dollar. Das Jahr 2019 begannen die Papiere dann aber schon nur mehr mit einem Kurs von unter 80 Dollar, seither ist die Aktie unter Druck. Die Prognosen sind nicht rosig, außerdem werden die Wertpapiere mittlerweile als hoch riskante Titel eingestuft. Anders als bei der Konkurrentin Aphira sollten sich nur wirklich Wagemutige dennoch an diese Aktien herantrauen. 

Fazit

Die Cannabis-Branche, die gerade erst in die Pubertät kommt, ist nicht nur für Investoren interessant, die das Produkt ihres Investments ab und zu gerne selber verkosten. Die zunehmende Liberalisierung weicher Drogen, insbesondere des Marihuana-Konsums, in den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, verspricht ausgezeichnete Wachstumschancen, was sich mittelfristig auch in erfreulichen Renditen niederschlagen dürfte. Auf dem deutschen Markt gibt es dagegen derzeit nur Potential für medizinisches Cannabis. Wie in allen jungen Start-up Industrien müssen sich die Anleger außerdem auf eine hohe Volatilität bei den Kursen einstellen. Wer in Cannabis investiert, sollte einen Kurseinbruch auch einmal aussitzen können. Freunde der Hanfpflanze werden damit aber keine Probleme haben, schließlich ist CBD ein erstklassiges Beruhigungsmittel!

Einen Beitrag über ICC – International Cannabis finden sie HIER.

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