Diese Jobs & Studiengänge warten in der Cannabis-Branche

Kiffen ist viel mehr als nur schnöder Drogenkonsum, kiffen ist ein Lebensgefühl und mit einem bildungsbürgerlichem Beruf unvereinbar! In diesem Beitrag ersetzen wir das Ausrufe- durch ein Fragezeichen und erläutern dir auch gleich, warum du dich am besten an einer Universität oder einer Fachhochschule einschreibst, wenn du mit Cannabis Karriere machen willst.

Stellenangebote für professionelle „Potpflanzer“ finden sich in Deutschland zwar noch nicht, die Gesundheitsindustrie sucht aber bereits nach Absolventen, die sich im Studium mit THC und seinen pharmazeutischen Verwendungsmöglichkeiten auseinandergesetzt haben. Die Lebensmittel- und die Bekleidungsindustrie haben den Hanf ohnehin schon wieder entdeckt. Sobald erst einmal die Varianten mit einem hohen Anteil an Cannabinoiden auf die deutschen Felder dürfen, braucht es Experten, die den Massenanbau organisieren und verwalten. Die Jobs und die Stellenangebote für Cannabis-Experten werden also wohl bald deutlich zahlreicher werden. Folglich stellen sich die ersten Hochschulen darauf bereits ein.  Die Jobs und die Stellenangebote für Cannabis-Experten werden also wohl bald deutlich zahlreicher werden. Folglich stellen sich die ersten Hochschulen darauf bereits ein. 

Wo kannst du dich im Studium auf Cannabis konzentrieren?

Da die Legalisierung rauschmittelhaltiger Hanfprodukte in den USA ihren Anfang nahm, sind die Vereinigten Staaten derzeit auch die akademische Hochburg der Industrie. Die erste Cannabis-Universität wurde 2007 in Oakland, Kalifornien, gegründet. Bei der „Oaksterdam University“ handelt es sich allerdings nicht um eine klassische Universität. Es handelt sich hier um eine Weiterbildungseinrichtung, die jungen Leuten, die am besten schon einen Hochschulabschluss in der Tasche haben, alles beibringt, was es über den Anbau, die Verarbeitung sowie die Vermarktung von Haschisch und Co. zu wissen gibt. Gleichzeitig setzt sich das Institut aktiv für die rechtliche und soziale Akzeptanz von Marihuana als Alltagsdroge eine. Und das selbstverständlich ganz legal, schließlich war Kalifornien einer der Vorreiter bei der Liberalisierung von Cannabis-Produkten. 

Klassische Universitäten

Es gibt aber auch Ausbildungsprogramme an klassischen Universitäten. Du studierst Jura und hast bereits den Bachelor in der Tasche? Dann kannst du dich während eines Semesters an der Ohio State University nicht nur auf deinen Master-Abschluss vorbereiten, sondern auch mit den juristischen Aspekten des Cannabis-Konsums vertraut machen und seine sozialen Auswirkungen studieren. 

Ohne regelmäßiges kiffen hättest du dein Medizinstudium nie überstanden? Dann bist du an der der „University of Washington School of Medicine“ genau richtig. Hier wird ein spezieller Studiengang für Healthcare Professionals angeboten. Die Teilnehmer lernen an dieser renommierten Hochschule, wie Cannabis für medizinische und therapeutische Zwecke eingesetzt werden kann und wie konsumierende Patienten am besten behandelt werden. 

Auch Kanada steht Hanf mit und ohne nennenswerter THC-Konzentration offen gegenüber. Das in der südöstlichen Provinz Ontario gelegene Niagra-College bietet seit zwei Jahren einen Studiengang an, der sich mit der kommerziellen Produktion von Cannabis beschäftigt. Hier lernen die Studierenden nicht nur, wie man eine Hanfplantage betreibt. Die Ausbildung umfasst auch betriebswirtschaftliche Aspekte wie Vermarktung und Vertrieb von Cannabis und den daraus hergestellten Produkten. Ein Abschluss am Niagara-College ebnet dir den Einstieg in die nordamerikanische Hanf-Industrie, die mit vielen gut bezahlten Jobs aufwartet. Das College hat allerdings strenge Zulassungsvoraussetzungen. Dauer-Kiffer und Hobby-Dealer sind dort nicht gerne gesehen. Wenn dir deine Vorliebe für Marihuana bereits einen Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis eingebracht hat, hast du leider keine Chance. Außerdem musst bereits über mindestens einen Bachelor-Abschluss in einem geeigneten Fach, zum Beispiel Biologie, Chemie oder Agrarwissenschaften, verfügen. 

Wie sieht es mit diesen Jobs in Deutschland aus?

Von einer Hanf-Universität sind wir in Deutschland leider noch weit entfernt. Es gibt aber bereits erste Anstrengungen das zu ändern. Den ersten Vorstoß hat hier die Fachhochschule Merseburg in Sachsen-Anhalt unternommen. Unter Leitung von Prof. Dr. Gundula Barsch soll hier das erste interdisziplinäres Cannabis-Forschungsinstitut in Deutschland entstehen. Professorin Barsch ist Soziologin und gilt als Drogenexpertin. Das Merseburger Institut soll sich an renommierten Einrichtungen wie dem „Humboldt Institute for Interdisciplinary Marihuana Research“, in Arcata, Kalifornien, orientieren. Bisher fehlen für das ehrgeizige Vorhaben aber noch die nötigen Forschungsgelder. Geldsorgen hatte auch das DCI Cannabis Institut in München. Das privatwirtschaftlich in der Rechtsform einer GmbH geführte Start-up will sich vor allem auf den Einsatz von Cannabis bei der Behandlung von schwerkranken Patienten konzentrieren. Der Einrichtung eines Therapie- und Forschungszentrums ist das junge Unternehmen dank einer erfolgreichen Crowd-Funding-Aktion bereits ein Stück näher gerückt. 

Welcher Studiengang ist der beste für den Einstieg in die Cannabis-Industrie?

Auch wenn es in Deutschland wohl noch einige Zeit dauern wird, bis wir hier amerikanische Verhältnisse haben, kannst du dich bereits auf eine Karriere in der Cannabis-Branche vorbereiten. Welcher Studiengang und welche Jobs dabei die besten für dich sind, hängt zuerst einmal von deinen Neigungen ab. Du kultivierst bereits eine Mini-Plantage im Schrebergarten deiner Oma? Wenn du einen grünen Daumen hast oder gerne einen bekommen möchtest, dann solltest du dich für ein Studium der Agrarwissenschaften oder für eine Zukunft als Agraringenieur/in entscheiden. Zwischen Bauernhanf und indischem Hanf besteht botanisch gesehen übrigens kein großer Unterschied. Wenn du lernst, wie man ganz professionell Nutzhanf anpflanzt, dann klappt das später auch mit dem Pott. Studieren kannst du das beispielsweise an der Fachhochschule Weihenstephan in Freising bei München. 

Cannabinoide sind faszinierende Substanzen, deren Erforschung noch in den Kinderschuhen steckt. Wenn es dich interessiert, wie THC und CBD wirken und wie sich diese Wirkung für die Herstellung von Heil- und Rauschmitteln nutzen lässt, dann solltest du dich am besten für ein Studium der Chemie, der Bio-Chemie oder der Pharmazie entscheiden. Falls dich die Frage umtreibt, ob das Cannabis, das die Natur uns gibt, bereits das beste ist oder noch Verbesserungsspielraum nach oben bleibt, dann findest du an der Universität Hamburg vielleicht eine Antwort. Hier kannst du dich auf das Fach molekulare Pflanzengenetik konzentrieren und deine Expertise später einmal nutzen, um „Turbo-Haschisch“ zu entwickeln. 

Fazit

Sofern du zwar gerne ab und zu einmal zu einem Joint greifst, dir aber noch nicht sicher bist, ob du dem Cannabis deine gesamte Zukunft weihen willst, dann entscheide dich einfach für einen Studiengang, der dir alle Möglichkeiten offen lässt. Buchhalter, Controller und Steuerberater braucht jede Industrie, das gleiche gilt für Personaler und Marketingexperten. Mit einem BWL-Studium gehst du also auf Nummer Sicher und kannst dich auch jederzeit wieder umorientieren, sollte die Liberalisierung von Cannabis in Deutschland allzu lange auf sich warten lassen. Das gilt übrigens auch für alle anderen Studiengänge, die wir dir vorgeschlagen haben. Die Leidenschaft für Hanf muss also keine berufliche Einbahnstraße sein!

Die TOP 5 Jobs in der Cannabisbranche finden Sie HIER.

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