Cannabis-Legalisierung – Steuereinnahmen

Cannabis Legalisierung in Deutschland?

Die Meinungen der Bundesbürger sind sozusagen halb und halb. Die Hälfte der Verbraucher sagen, dass eine Legalisierung erstrebenswert ist. Weil gewissenlose Dealer die infrage kommenden Produkte mit Schadstoffen strecken oder vermischen. Dammit würde die Legalisierung den Dealern die Geschäfte „vermiest“. Experten vermuten, die Legalisierung der Staatskasse würde immerhin an die 2,6 Milliarden Euro Steuern einbringt. Wenn die angenommene Cannabis-Steuer vier Euro je Gramm betragen würde, während sich der Verkaufspreis auf zehn Euro pro Gramm beläuft, würde der Staat einen recht ansehnlichen Profit verzeichnen. 

Diese Kosten sind nicht mehr relevant

Das positive Ergebnis ist natürlich unter anderem von den Kosten abhängig, die durch die Legalisierung entfallen. Die Herstellung, der Besitz und letztendlich auch der Konsum werden nicht mehr geahndet. Somit würden Gerichtskosten und Polizeiermittlungen entfallen. Das Verbot ist für den Nutzer nicht ausschlaggebend. Deshalb würde mit der Legalisierung der Schwarzmarkt langsam verschwinden. Arbeitsplätze entstehen durch die Legalisierung, was in wirtschaftlicher Hinsicht durchaus beachtenswert ist. Unterschiedliche Steuern kommen zur Anwendung: 

-Umsatzsteuer

-Gewerbesteuer

-Lohnsteuer

-Körperschaftssteuer

CBD Cannabidiol – Hanf ist eine vielseitig einsetzbare Pflanze

CBD stellt man aus weiblichem Hanf her. Er ist unter anderem im medizinischen Bereich einsetzbar. Die Wirkungen sind von entkrampfend, entzündungshemmend bis hin zur Linderung psychischer Erkrankungen als positiv zu verzeichnen. Da CBD angstlösend wirkt, wenden Verbraucher das verschreibungspflichtige Cannabidiol vorzugsweise bei psychischen Erkrankungen an. Die Fasern der Hanfpflanze sind immens stabil, deshalb werden bis zu 50.000 Produkte aus Hanf hergestellt.

Hanf benötigt keinen Dünger und keine Bekämpfungsmittel gegen Schädlinge. Wenn man dem Hanf aber die Substanz THC entziehen würde, benötigte er sehr wohl diese chemischen Produkte. Das gewonnene THC wird in der Pharmazie eingesetzt. Hanf an sich ist vielseitig, nutzbringend sowie im medizinischen Bereich wohl nicht mehr wegzudenken. 

Wie sehen die Cannabis – Steuereinnahmen im Ausland aus?

Der legale Anbau in Colorado beispielsweise schreibt von ungefähr 25,3 Millionen Dollar, die als „Kiffersteuer“ bezeichnet werden. Im Oktober letzten Jahres gab Justin Trudeau aus Kanada bekannt, wenn mit einem Preis von zehn Dollar pro Gramm kalkuliert wird, würden rund 400 Millionen Dollar jährlich an Steuereinnahmen realisiert werden. 

Vorteile des legalen Verkaufs in Deutschland

Im Verlauf der jahrelangen Diskussionen werden die Einwände weniger. Die Vorteile treten nun stärker in den Vordergrund, um eine Legalisierung zu realisieren: 

Der Verkauf wird staatlich reguliert sowie kontrolliert. Die Qualität sowie die Menge, sind transparent und werden gesetzlich verankert. 
Die Qualitätskontrolle ist durchführbar. Hier tritt der Verbraucherschutz in den Vordergrund. 
Wenn die Möglichkeit der Beschaffung auf legalem Wege besteht, werden kriminelle Dealer weniger Profit durch den Verkauf des oft minderwertigen Produktes realisieren können. 
Der dann noch stattfindende illegale Verkauf kann nachhaltiger verfolgt werden. 
Experten zufolge verfügt Cannabis über ein geringeres Suchtrisiko, als es beim Nikotin oder Alkohol der Fall ist. 
Die Entlastung der Drogenfahnder und der Justiz sind ebenfalls wichtige Faktoren. 

Ersparnisse, wenn der Verkauf gestattet ist

Fachleute habe eine grobe Schätzung veröffentlicht, die Steuereinnahmen beinhaltet und Kosten in Euro, die nicht mehr anfallen, wenn der Verkauf erlaubt ist: 

Steuer, 650.000.000

herkömmliche Umsatzsteuer 403.750.000

Gewerbesteuer 25.673.390

Körperschaftssteuer 87.391.500

Lohnsteuer 145.182.755

Weniger Polizeieinsätze und daraus resultierende Kosten 1.077.070.230

Kosten für Gerichte, Staatsanwaltschaften usw. nicht ermittelbar

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2.389.067.875 Euro, eine stattliche Summe. Ein Beispiel, auf deutsche Großstädte bezogen, in diesem Falle München und Berlin: 

München: Verbrauch 4,8 Tonnen Steuern 10,48 Mio

Berlin: Verbrauch 11,64 Tonnen Steuern 23,64 Mio

Die Preise werden unterschiedlich geschätzt. In München kostet 1 Gramm beispielsweise 11,65 Euro, in Berlin 10,82 Euro, in Frankfurt 8,23 Euro. Für die Legalisierung sprechen jedoch andere Kriterien in Stichworten: 

-Der Schwarzmarkt geht buchstäblich pleite

-Cannabis verfügt über gute Qualität, die von staatlicher Seite überprüft wird

-Das Verbotene ist erlaubt, hat nicht mehr den Reiz bei Jugendlichen

-Polizeikräfte sind entlastet

Wie sehen die staatlichen Stellen den legalen Verkauf von Cannabis?

Hohe Steuereinnahmen werden kalkuliert, Experten rechnen mit 60 % des Verkaufswertes. Wie bereits erwähnt, werden Kosten der Polizeieinsätze sowie der darauf folgenden Gerichtskosten entfallen. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter befürwortet den legalen Verkauf. Deshalb wird ein profitabler Wirtschaftszweig entstehen, wie bereits bei Tabak und Alkohol vorhanden. Deshalb profitieren die Sparten Verpackung, Logistik, Marketing und Verkaufsgeschäfte von dieser Lösung. Zusätzliche Arbeitsplätze werden selbstverständlich ebenso geschaffen. Der neu entstandene Wirtschaftszweig sorgt für ansehnliche Steuereinnahmen. Der Anbau der Hanfpflanzen sollte allerdings nicht so leicht erlaubt werden. Studien haben ergeben, dass der THC-Gehalt bei Pflanzen, die unter Kunstlicht gezüchtet werden, vermehrt ist. Die Kontrolle in dieser Richtung benötigt Fachkräfte, damit lediglich der Verkauf legalisiert werden sollte.

Einige Politiker vertreten die Auffassung, deutsche Plantagen anzulegen, die jedoch unter staatlicher Kontrolle stehen. Die Ernte darf nur an lizenzierte sowie überwachte Fachgeschäfte verkauft werden. Die Überwachung ist nicht so kostspielig wie Polizeieinsätze und Gerichtsverfahren. Die Pharmaindustrie ist dieser Idee ebenfalls nicht abgeneigt. Der Grund dafür ist, dass neue Produkte entwickelt werden können. Diese werden wiederum den lukrativ zuständigen Stellen unterbreitet. 

Staatliche Stellen sehen Gesundheitsgefahren

Die Gefahren des Missbrauchs, gerade bei Jugendlichen, sehen die zuständigen Stellen als sehr hoch an. Deshalb sollte die Abhängigkeit nicht gefördert werden. Den Studien nach wären Depressionen, Angsterkrankungen sowie darüber hinaus sogar Psychosen das Resultat. Aus diesem Grund ist die Regierung ist also noch keineswegs einstimmig überzeugt, die Legalisierung zu befürworten. Es ist noch kein Resultat in Sicht. Die Vorteile sind allerdings nicht von der Hand zu weisen. Es ist auch nicht zu verheimlichen, dass Suchtgefahren, die von Alkohol herrühren, genauso schädlich sind. Erfahrungsgemäß ist der Alkoholiker schneller süchtig und der Entzug entsprechend schwerer zu verwirklichen. Niemand hat jedoch bisher den Alkohol so vehement verboten. Hier musste der legale Verkauf nicht jahrelang erstritten werden. 

Cannabis im medizinischen Bereich

Allerdings müssen auch die größten Skeptiker zugeben, dass Cannabis nicht nur einseitige Wirkungen besitzt, sondern erwiesenermaßen entzündungshemmend wirkt. Substanzen in dieser Pflanze führen zum reduzierten Wachstum von Krebszellen. Illegalität verhindert kein Kiffen, Legalität hingegen unterstützt nicht automatisch den Konsum. Cannabis, das unkontrolliert verkauft wird, ist in jedem Falle schädlicher, als ein Produkt, welches kontrolliert angebaut und verkauft wird. Seit ungefähr zwei Jahren ist es Patienten erlaubt, Cannabis unter Vorlage des Rezeptes zu nutzen. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass das in der Apotheke erhältliche Produkt wohl nicht mit dem vom Dealer gekauften Cannabis vergleichbar ist. 

Neue Informationen

Im Februar 2019 entschied die Mehrheit des Kieler Landtages den legalen Kauf. Die CDU und AfD sperren sich gegen diese Entscheidung. Die Polizei wird weiterhin kleine Kiffer verfolgen, während sich Jugendliche mit Alkohol weit mehr schaden. Die deutschen Mitbürger neigen je zur Hälfte zum legalen Verkauf, während die andere Hälfte strikt dagegen argumentiert. Kanada und Luxemburg haben es 2018 geschafft, den legalen Verkauf der Hanfpflanze sowie ihrer Produkte zu ermöglichen. Kalifornien hat diese Möglichkeiten ebenfalls geschaffen. Allerdings ist das Rauchen an öffentlichen Orten hier verboten. 

Fazit

Es ist leider unverständlich, wieso sich die Regierung dagegen sträubt, den Verkauf zu legalisieren. Menschen rauchen weiterhin Cannabis, ob legal oder nicht. Dann sollte man die Vorteile berücksichtigen. Andererseits kann man mit Recht sagen, dass wenn Cannabis verboten ist, warum nicht auch Alkohol. Alkoholiker richten viel mehr Schaden an und sind aus medizinischer Sicht genauso, wenn nicht sogar noch mehr gefährdet. Tabaksüchtige gefährden nur sich selbst, keine Mitmenschen, sodass die „normalen“ Zigarettenraucher nicht zur Debatte stehen.
Der legale Verkauf zwingt zur Qualitätskontrolle, sodass die Legalisierung zum Schutz der Nutzer berücksichtigt werden sollte. Ein überwachter Anbau der Pflanzen ist durchaus durchführbar, damit die stetige Kontrolle zu guter Qualitätsware führt. Ein Import würde höchstwahrscheinlich die profitablen Aussichten in puncto Steuereinnahmen schmälern. Nur ein legaler Verkauf lässt sich lückenlos kontrollieren. Der Drogendealer wird mutmaßlich keine Mühe darauf verschwenden, die Hanferzeugnisse zu kontrollieren, genauso wie für den Gesundheitsschutz zu sorgen.

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